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Releasemanagement

Hier findest du eine Kurzzusammenfassung des IT-Begriffes Release-Management. Überall wo Bugs behoben werden, Software neu geschrieben oder verbessert wird, neue Funktionen hinzu kommen oder Sicherheitslücken geschlossen werden, ist ein Release notwendig. Wie sich ein Release definiert, welche Arten von Release es gibt, wofür sie gut sind und was eine Versionsnummer bedeutet, findest du hier in einer Kurzerklärung.

Release-Arten:

Major Release: Beinhaltet eine großes Update an neunen Funktionalitäten. In einem Major Release werden sowohl neue Funktionen integriert, als auch Fehler (Bugs) behoben und Sicherheitslücken geschlossen. Ein Major Release beinhaltet auch alle Fixes und Anpassungen vorheriger Releases.

Kennzeichnung eines Major Releases: v.1, v.2, v.3

Minor Release: Ein Minor Release schließt Sicherheitslücken, Bugs und kann auch kleinere Funktionserweiterungen umfassen.

Kennzeichnung eines Minor Releases: v.1.1, v.1.2, v.1.3

Emergency Fix (Bug fixes): Schließt Sicherheitslücken und behebt Fehler.

Man erkennt in der Versionsnummer, ob es sich um eine Major, Minor Release oder um ein Emergency Fix handelt:

Kennzeichnung eines Emergency Fix: v.1.1.1, v.1.1.2, v.1.1.3, …

Full-Release: In einem Full-Release werden sämtliche notwenigen Einzelteile in einem Paket angeboten heruntergeladen oder wie auch immer verbreitet. Ein Vorteile eines Full-Releases ist, dass alle Einzelteile im gesamten getestet werden und das Release fehlerfrei sein sollte.

Delta-Release: Bei einem Delta-Release werden nur die für die Änderungen notwenigen Daten im Package angeboten. Vorteil ist, dass das Release kleiner ist.

Package Release: Ein Package Release enthaltet meist Delta- und Full-Releases und wird dann eingesetzt, wenn mehrere Versionen übersprungen werden sollen, weil zB das Einspielen von einzelnen Releases nicht möglich ist oder sich aus welchen Gründen auch immer, schwierig gestaltet.

Definitive Software Library (DSL):
Als DSL bezeichnet man das Archiv der endgültigen oder finalen Versionen plus dazugehöriger Dokumentation.

möglicher Ablauf / Releasentwicklung:

1. Definition des Release:
o) W
as ist Gegenstand des Releases?
o) Welche Funktionen kommen hinzu?
o) Welche Fehler werden behoben?
o) Welche sonstigen Änderungen/Systemverbesserungen gibt es.

2. In einer Entwicklungsumgebung wird das Release vorbereitet

3. In der Testumgebung wird das Release Testszenarien ausgesetzt und die geforderten Spezifikationen werden anhand der Testsimulationen bewiesen oder nicht bewiesen. Bis alle Anforderungen aus Punkt 1) erfüllt sind, geht das Release zurück in die Entwicklung. Der Kreislauf findet so lange statt, bis alle Bugs behoben und alle Ziele erreicht sind.

4. Wenn das Release frei gegeben ist, erfolgt das Rollout. Manchmal ist es nötig, das mit einem Software-Rollout (Verbreitung des Releases) auch ein Hardware-Rollout zu machen. Hardware muss getauscht oder ersetzt werden.

5. Service-Desk für auftretende Probleme unmittelbar nach der Verteilung

6. Dokumentation, bzw. Abspeicherung der fertigen Releases und Versionsnummern im DSL

Literatur:

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